Die Errichtung eines neuen Lebensmittelangebots in Markhausen könnte neue Impulse bekommen. Die Bünting-Gruppe zeigt konkretes Interesse, bei uns einen digitalen Mini-Supermarkt zu eröffnen. Die Stadt Friesoythe favorisiert für unser Dorf jedoch derzeit eine andere Lösung.
Die Nahversorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs ist für uns in Markhausen ein wichtiges Thema. Wenn Brot, frisches Gemüse oder Drogerieartikel direkt vor Ort eingekauft werden können, bedeutet das einen enormen Gewinn für unsere Lebensqualität und einen echten Standortvorteil für unser Dorf. Doch große Supermarktketten zögern oft mit Neueröffnungen im ländlichen Raum – Personalmangel und hohe Betriebskosten sind meist die Gründe. Eine Lösung für dieses Problem könnten sogenannte „Smart-Store-Konzepte“ sein, und genau hier rückt Markhausen nun in den Fokus.
Was ist eine „C-Box“?
Das ostfriesische Handelsunternehmen Bünting, zu dem unter anderem Famila und Combi gehören, betreibt unter dem Namen „C-Box“ bereits erfolgreich kleine, weitgehend autonome Supermärkte. Auf kompakten Verkaufsflächen von 40 bis 220 Quadratmetern funktioniert das Einkaufen hier ohne Verkaufspersonal. Kunden verschaffen sich einfach per EC- oder Kreditkarte Zutritt und bezahlen ihre Waren bargeldlos an digitalen Kassen. Das Konzept ist passgenau auf Dörfer und kleinere Einzugsgebiete zugeschnitten.
Bünting hat Markhausen im Visier
Wie aus aktuellen Recherchen der OM-Medien hervorgeht, plant Bünting, sein C-Box-Konzept nun auch im Oldenburger Münsterland auszurollen. Das Spannende für uns: In den Gesprächen mit der Stadt Friesoythe hat das Unternehmen Markhausen als potenziellen Standort für eine solche C-Box ausdrücklich ins Auge gefasst.
Dass wir den digitalen Mini-Markt bisher noch nicht im Dorf haben, liegt an unterschiedlichen Vorstellungen zur örtlichen Entwicklung. Die Stadt Friesoythe teilte laut den Medienberichten mit, dass man für Markhausen nach wie vor die Ansiedlung eines klassischen, konventionellen Supermarktes präferiere. Als Alternative für den autonomen Markt bot die Stadtverwaltung dem Unternehmen stattdessen den Standort Kampe an. Diesen lehnte Bünting jedoch nach einer Prüfung als „nicht umsetzbar“ ab.
Wie geht es weiter?
Trotz der aktuellen unterschiedlichen Ansätze ist das Thema noch nicht vom Tisch: Die Gespräche zwischen der Stadt Friesoythe und der Bünting-Gruppe sollen fortgesetzt werden.
Dass diese autonomen Minimärkte im ländlichen Raum gut ankommen und tatsächlich realisiert werden, zeigt ein Blick in die Nachbarschaft: In Peheim (Molbergen) steht beispielsweise die Eröffnung einer C-Box in einem ehemaligen Ladenlokal kurz bevor, und auch Gemeinden wie Emstek, Löningen und Visbek befinden sich in konkreten Verhandlungen.
Für Markhausen bleibt es also spannend. Ob am Ende ein traditioneller Supermarkt den Zuschlag bekommt oder ob wir Standort für ein modernes, digitales Nahversorgungskonzept werden – entscheidend ist, dass Bewegung in das Thema Einkaufen vor Ort kommt.
Quellenhinweis:
Die Informationen zu den Verhandlungen der Bünting-Gruppe, der Stadt Friesoythe sowie den vorgeschlagenen Standorten basieren auf Recherchen von OM-Online.
Quelle: Berg, Normann: Digitale Dorfläden im OM: Wo bald C-Boxen starten, OM-Online, (abgerufen am 17.06.2026).