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Neumarkhausen

Die ganze Geschichte von Neumarkhausen

Alle 27 belegten Ereignisse für Neumarkhausen – älteste zuerst, jedes mit seiner Quelle.

Aus der Geschichte

Kein Gründungsdatum, aber ein Gründungsjahr

Eine Gründungsurkunde gibt es nicht. Nach Familienaufzeichnungen kaufte Johann Heinrich Flatken, der später Baumann hieß, am 28. Mai 1771 von Markhauser Bauern Land mit einer Hausstelle – die Jahreszahl lässt sich auch als 1774 lesen. Ein Namensvetter, Johann Heinrich Detert-Flatken, steht 1772 erstmals mit eigener Hofstelle im Brandkassenregister und wird 1773 mit dem Zusatz „im crummenberge“ genannt. Wer von beiden zuerst da war, lässt sich nicht klären. Der Ort rechnet ab 1772.Quelle 1

1778 verzeichnete das Brandkassenregister vier Siedlerstellen. Einen eigenen Namen hatte der Ort noch nicht, man sprach vom „Krummen Berg“. In den Kirchenbüchern wurde daraus „Nova Markhausen“ und schließlich Neumarkhausen. Den Namen des Mutterdorfs hat er behalten.Quelle 2

Hundert Jahre ohne eigene Schule

1837 lebten in Neumarkhausen 122 Menschen, mehr als in Augustendorf und Ellerbrok. Die Kinder gingen nach Markhausen zur Schule, fast hundert Jahre lang. Ein erstes Gesuch um eine eigene Schule wurde 1832 abgelehnt. 1865 folgten zwei Bittschriften: Die erste wurde abgelehnt, gegen die zweite stellte sich der Markhauser Schulvorstand. Dann schickten die Neumarkhauser eine Abordnung zu Fuß nach Vechta, hin und zurück rund 100 Kilometer. Am 9. Februar 1866 wurde die eigene Schulacht genehmigt, am 1. Mai gegründet.Quelle 3Quelle 4

Im Herbst 1867 stand die erste Schule, geplant und mitgebaut vom Zimmermann Hermann Hömmen, der 1864 aus Harrenstätte zugezogen war. Die Lehrer wohnten nach mündlicher Überlieferung lieber bei den Bauern als in der Lehrerwohnung. Im Winter 1886/87 kam die Industrieschule dazu: Die Mädchen der oberen Jahrgänge lernten Nähen, Stricken, Flicken und Stopfen. Häkeln und Sticken waren ausdrücklich ausgeschlossen. Erste Handarbeitslehrerin war Anna Langen aus Neumarkhausen.Quelle 5Quelle 6

Im Winter 1897 gingen 24 Kinder zur Schule, bei 123 Einwohnern in 22 Haushaltungen. Gegenüber der Zählung von 1837 war das Dorf in sechzig Jahren also kaum gewachsen.Quelle 7

Die erste Schule galt bald als „dürftig und unzeitgemäß“. 1908 beschloss die Schulacht einen Neubau; am 7. Dezember 1911 wurde das neue Schulhaus mit Lehrerwohnung abgenommen.Quelle 6

Laden und Strom

August Knelange gründete 1894 einen Gemischtwarenhandel. Die Waren kamen erst in der Kiepe zu den Leuten, ab 1918 mit Pferd und Wagen, ab 1953 mit dem Dreirad-Hökerwagen und später dem VW-Bulli. 1962 entstand ein Selbstbedienungsladen. Weil sich kein Nachfolger fand, schloss der Laden am 1. Mai 2001 – nach 106 Jahren.Quelle 8

1924 bildete Neumarkhausen mit Markhausen eine Elektrizitätsgenossenschaft. An der Kreuzung An der Riede/Hoge Sand entstand ein Transformatorturm aus rotem Ziegel mit steilem Satteldach. Seit dem 9. Januar 1991 ist er außer Betrieb. Der Ort setzte sich für den Erhalt ein, der Turm kam unter Denkmalschutz. Der Ortsverein pflegt ihn; drinnen haben Mitglieder Nistkästen für Eulen und Fledermäuse eingebaut.Quelle 9

Was das Dorf selbst gebaut hat

Nach dem Krieg sammelte Lehrer Franz Dwertmann die Jugend um sich. Sie baute in Gemeinschaftsarbeit ein eigenes Jugendheim, das heutige Dörpshus. 2.000 Steine für die Innenmauern wurden von Hand gefertigt, das Holz war gespendet, die Handwerker arbeiteten meist umsonst. Beim Datum ist die Chronik nicht einig: Sie nennt 1951 als Baujahr, an anderer Stelle 1951 als Jahr des Plans mit zwei Jahren Bauzeit, und unter dem Fußboden fanden sich Unterlagen „aus der Bauzeit … vom Jahr 1949“.Quelle 10

Im Sommer 1950 musste das Schuldach wegen Holzbockbefall erneuert werden. Weil kein Klassenraum frei war, zimmerten Lehrer und Eltern im Wald nebenan Tische und Bänke. Die Waldschule blieb, bis das Grundstück Bauland wurde.Quelle 11

Zwischen 1950 und 1960 bauten drei Nachbarn von der Grenzstraße Feldscheunen auf ihre Äcker – ohne Strom auf dem Feld, mit einfachen Materialien und ohne Statik. Für die Scheune Hömmen wurden Ende 1953 die Stämme im eigenen Wald geschlagen, Ende Mai oder Anfang Juni 1954 stand sie. Zwei der Scheunen sind abgerissen; nur die Fachwerkscheune der Familie Luker steht noch.Quelle 12

Der Verein, der aus einer Sorge entstand

1968 wurde die einklassige Schule aufgelöst, die Grundschulkinder gehen seitdem nach Markhausen. Das Dorf nahm es als notwendig hin, empfand es aber als großen Verlust. Bis 1971 nutzte die Markhauser Schule die Räume noch, danach standen sie lange leer.Quelle 13

Vor der Gebietsreform fürchtete das Dorf, Schule, Lehrerwohnung und Jugendheim an die Stadt Friesoythe zu verlieren. Auf Rat des Oberkreisdirektors sollten die Neumarkhauser für das Jugendheim ein Nutzungsrecht beantragen und Schule samt Lehrerwohnung pachten. Dafür brauchte es einen eingetragenen Verein. Am 7. Juni 1973 gründeten fast alle Einwohner den Ortsverein Neumarkhausen; am 26. Februar 1974 wurde er eingetragen und der Nutzungsvertrag geschlossen. Fünf Tage später, zum 1. März 1974, wurde die Gemeinde Markhausen Teil der Stadt Friesoythe.Quelle 14Quelle 15

1996 schlossen die beiden Gaststätten „Waldschänke“ und „Grenzkrug“. Clubs, Schützen und Vereine hatten keine Bleibe mehr. Im Juni 1997 beschloss das Dorf, den alten Klassenraum zum Clubheim umzubauen – mit Spenden und Eigenarbeit war es in kurzer Zeit fertig.Quelle 16

Vereine und Gottesdienst

1962 wurde der Schützenzug Neumarkhausen gegründet, zunächst als IV. Kompanie des Schützenvereins Peheim. 1967 trat er der Schützenbruderschaft St. Johannes Markhausen bei und ist dort die VII. Kompanie. Als sich die Mädchentanzgruppe auflöste, gründeten einige Frauen 1983 den Sport-Club Neumarkhausen. Die Gymnastikgruppe fing mit 38 Frauen an und übt bis heute im Dörpshus. 1985 gründete das Kirchspiel einen Heimatverein; bald wollte jeder Ortsteil seinen eigenen.Quelle 17Quelle 18Quelle 19

Ab 1973 kam Pfarrer Alfons Bokern einmal im Monat in die Bauerschaften, um dort Gottesdienst zu feiern. Seine Nachfolger führten das fort. Mit dem Tod von Pfarrer em. Günther Aschern am 28. April 2021 endeten die Gottesdienste im Dörpshus.Quelle 20

Zwei Missionare aus einer Familie

Aus der Familie Baumann kamen zwei Pallottiner-Patres, die beide in Afrika wirkten: Johannes Baumann (1880–1977), der auch die mündliche Überlieferung zur Gründung des Dorfs aufschrieb, und sein Neffe Franz Baumann (1932–2020).Quelle 21

Jubiläen

Am 12. und 13. Juli 1997 feierte das Dorf sein 225-jähriges Bestehen im Festzelt auf dem alten Schulplatz. Zum Jubiläum erschien eine Dorfchronik mit mehr als 500 Seiten. 2011 bekam der Ortsverein im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ einen Sonderpreis für die beständige Unterhaltung der alten Dorfschule. 2012 holte er einen großen Findling von den Ahlhorner Fischteichen; die Ackeroldies transportierten ihn mit ihren Traktoren. Er steht vor dem Dörpshus und trägt die Inschrift „Neumarkhausen 1772“.Quelle 22Quelle 23Quelle 24

2022 war das Jubiläumsjahr zum 250-jährigen Bestehen; das Fest wurde wegen der Pandemie auf Juli 2023 verschoben. Das Dorf hatte damals rund 60 Haushalte und 182 Einwohner. Nur noch zwei Familien lebten ausschließlich von der Landwirtschaft. Im neuen Baugebiet südlich des Hermannswegs entstand die Franz-Dwertmann-Straße, benannt nach dem langjährigen Dorflehrer.Quelle 25

Heute leben 199 Menschen in Neumarkhausen. Es ist der kleinste der vier Ortsteile und der einzige, dessen Dorfhaus die Einwohner selbst gemauert haben.Quelle 26Quelle 11

Die Siedler am Krummen Berg

Zwei Namensvettern namens Flatken legen die ersten Hofstellen an, 1778 sind es vier. Aus dem „Krummen Berg“ wird in den Kirchenbüchern Neumarkhausen, und 1853 steht der Ort auf der Karte.

  1. Die ersten Siedler am Krummen Berg

    Eine Gründungsurkunde gibt es nicht. Nach Familienaufzeichnungen kaufte Johann Heinrich Flatken, der später Baumann hieß, am 28. Mai 1771 von Markhauser Bauern Land mit einer Hausstelle – die Jahreszahl lässt sich auch als 1774 lesen. Ein Namensvetter, Johann Heinrich Detert-Flatken, steht 1772 erstmals mit eigener Hofstelle im Brandkassenregister und wird 1773 mit dem Zusatz „im crummenberge“ genannt. Wer von beiden zuerst da war, lässt sich nicht klären. Der Ort rechnet ab 1772: 1997 feierte er 225 Jahre, 2022 war das Jubiläumsjahr zum 250-jährigen Bestehen. Das Fest dazu wurde wegen der Pandemie auf Juli 2023 verschoben.Quelle 1

  2. Vier Siedlerstellen am Krummen Berg

    Laut Brandkassenregister gab es 1778 bereits vier Siedlerstellen. Einen eigenen Namen hatte der Ort noch nicht, man sprach vom „Krummen Berg“. In den Kirchenbüchern wurde daraus später „Nova Markhausen“ und schließlich „Neumarkhausen“.Quelle 2

  3. Wer wo wohnte

    Eine Zählung vom 1. Juli 1837 ergab für das Kirchspiel 641 Menschen: Markhausen 368, Neumarkhausen 122, Augustendorf 93, Ellerbrok 58. Es ist die erste Zählung, die die vier Orte einzeln ausweist.Quelle 3

  4. Neu-Markhausen auf der Karte

    Die topographische Karte des Herzogtums Oldenburg von 1853 zeigt Markhausen, die junge Siedlung Augustendorf mit ihren schmalen Ackerstreifen und Neu-Markhausen. Im Bittschreiben der Augustendorfer aus demselben Jahr wird ein Schütte aus Neumarkhausen genannt.Quelle 27

Schule, Laden und Strom

Nach Jahrzehnten der Gesuche bekommt das Dorf 1866 seine eigene Schulacht, ein Jahr später steht die erste Schule. Ab 1894 gibt es einen Dorfladen, ab 1924 Strom über einen Transformatorturm im Ort.

  1. Der lange Kampf um die eigene Schule

    Fast hundert Jahre gingen die Neumarkhauser Kinder nach Markhausen zur Schule. Ein erstes Gesuch um eine eigene Schule wurde 1832 abgelehnt. 1865 folgten zwei Bittschriften: Die erste wurde abgelehnt, gegen die zweite stellte sich der Markhauser Schulvorstand. Dann schickten die Neumarkhauser eine Abordnung zu Fuß nach Vechta – hin und zurück rund 100 Kilometer. Am 9. Februar 1866 wurde die eigene Schulacht genehmigt, am 1. Mai 1866 gegründet.Quelle 28Quelle 29Quelle 30

  2. Die erste Schule

    Im Herbst 1867 war die erste Schule fertig. Sie stand vor dem heutigen Schulgebäude. Geplant und mitgebaut hatte sie der Zimmermann Hermann Hömmen, der 1864 aus Harrenstätte zugezogen war. Die Lehrer wohnten nach mündlicher Überlieferung lieber bei den Bauern als in der Lehrerwohnung.Quelle 5

  3. Handarbeit für die Mädchen

    Im Winter 1886/87 kam die Industrieschule dazu: Die Mädchen der oberen Jahrgänge lernten Nähen, Stricken, Flicken und Stopfen – Häkeln und Sticken waren ausdrücklich ausgeschlossen. Erste Handarbeitslehrerin war Anna Langen aus Neumarkhausen.Quelle 6

  4. Der Dorfladen Knelange

    August Knelange gründete 1894 einen Gemischtwarenhandel. Die Waren kamen erst in der Kiepe, ab 1918 mit Pferd und Wagen, ab 1953 mit dem Dreirad-Hökerwagen und später dem VW-Bulli zu den Leuten. 1962 entstand ein Selbstbedienungsladen. Weil sich kein Nachfolger fand, schloss der Laden am 1. Mai 2001 – nach 106 Jahren.Quelle 8

  5. Die neue Schule

    Die erste Schule galt bald als „dürftig und unzeitgemäß“. 1908 beschloss die Schulacht einen Neubau, am 7. Dezember 1911 wurde das neue Schulhaus mit Lehrerwohnung abgenommen. Erster Lehrer darin war Clemens Hürkamp.Quelle 6

    Das Schulhaus von 1911: Backsteinbau mit Satteldach, davor Bäume.
    Foto aus „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 43
  6. Strom für Neumarkhausen

    Neumarkhausen bildete mit Markhausen eine Elektrizitätsgenossenschaft. 1924 entstand an der Kreuzung An der Riede/Hoge Sand ein Transformatorturm aus rotem Ziegel mit steilem Satteldach. Seit dem 9. Januar 1991 ist er außer Betrieb. Der Ort setzte sich für den Erhalt ein, der Turm kam unter Denkmalschutz. Laut Chronik von 2023 pflegt ihn der Ortsverein, drinnen haben Mitglieder Nistkästen für Eulen und Fledermäuse eingebaut.Quelle 9

Das Dorf hilft sich selbst

Die Jugend baut sich ihr Heim, Lehrer und Eltern zimmern Bänke für den Unterricht im Wald, Nachbarn setzen Feldscheunen auf ihre Äcker. Als die Schule 1968 schließt und die Gebietsreform kommt, gründet fast das ganze Dorf 1973 den Ortsverein.

  1. Unterricht im Wald

    Im Sommer 1950 musste das Schuldach wegen Holzbockbefall erneuert werden. Weil kein Klassenraum frei war, zimmerten Lehrer und Eltern im Wald nebenan Tische und Bänke – die Waldschule blieb, bis das Grundstück Bauland wurde.Quelle 11

  2. Die Jugend baut sich ein Heim

    Nach dem Krieg sammelte Lehrer Franz Dwertmann die Jugend um sich. Sie baute in Gemeinschaftsarbeit ein eigenes Jugendheim, das heutige Dörpshus: 2.000 Steine für die Innenmauern wurden von Hand gefertigt, das Holz gespendet, die Handwerker arbeiteten meist umsonst. Beim Baujahr gehen die Angaben auseinander: genannt werden 1951, außerdem 1951 als Jahr des Plans mit zwei Jahren Bauzeit; unter dem Fußboden fanden sich Unterlagen „aus der Bauzeit … vom Jahr 1949“.Quelle 10

    Das Dörpshus: Backsteinbau mit Satteldach und Holztor, davor ein Holzzaun.
    Foto aus „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 48
  3. Feldscheunen auf Töpkes Höhe

    Drei Nachbarn von der Grenzstraße bauten sich zwischen 1950 und 1960 Feldscheunen auf ihre Äcker – ohne Strom auf dem Feld, mit einfachen Materialien und ohne Statik. Für die Scheune Hömmen wurden Ende 1953 die Stämme im eigenen Wald geschlagen, Ende Mai oder Anfang Juni 1954 stand sie. Zwei der Scheunen sind inzwischen abgerissen; laut Chronik steht nur noch die Fachwerkscheune der Familie Luker.Quelle 12

  4. Der Schützenzug

    1962 wurde der Schützenzug Neumarkhausen gegründet, zunächst als IV. Kompanie des Schützenvereins Peheim. 1967 trat er der Schützenbruderschaft St. Johannes Markhausen bei und ist dort die VII. Kompanie.Quelle 17

  5. Eine Siedlung im Ortskern

    Mitte der 1960er Jahre entstanden in Neumarkhausen nicht mehr nur Hofstellen – im Ortskern wuchs eine kleine Siedlung.Quelle 31

  6. Die Dorfschule schließt

    1968 wurde die einklassige Schule aufgelöst, die Grundschulkinder gehen seitdem nach Markhausen. Das Dorf nahm es als notwendig hin, empfand es aber als großen Verlust. Bis 1971 nutzte die Markhauser Schule die Räume noch, danach standen sie lange leer.Quelle 13

  7. Der Ortsverein wird gegründet

    Vor der Gebietsreform fürchtete das Dorf, Schule, Lehrerwohnung und Jugendheim an die Stadt Friesoythe zu verlieren. Auf Rat des Oberkreisdirektors sollten die Neumarkhauser für das Jugendheim ein Nutzungsrecht beantragen und Schule samt Lehrerwohnung pachten – dafür brauchte es einen eingetragenen Verein. Am 7. Juni 1973 gründeten fast alle Einwohner den Ortsverein Neumarkhausen, am 26. Februar 1974 wurde er eingetragen und der Nutzungsvertrag geschlossen.Quelle 14

  8. Messe im Dörpshus

    Ab 1973 kam Pfarrer Alfons Bokern einmal im Monat in die Bauerschaften, um dort Gottesdienst zu feiern. Seine Nachfolger führten das fort. Mit dem Tod von Pfarrer em. Günther Aschern am 28. April 2021 endeten die Gottesdienste im Dörpshus.Quelle 20

  9. Die Gemeinde Markhausen kommt zur Stadt Friesoythe

    Zum 1. März wird die bis dahin selbständige Gemeinde Teil der Stadt – zusammen mit Altenoythe, Neuscharrel, Gehlenberg und Neuvrees. Das Kirchspiel bleibt, die politische Gemeinde endet.Quelle 15

  10. Der Sport-Club

    Als sich die Mädchentanzgruppe auflöste, gründeten einige Frauen 1983 den Sport-Club Neumarkhausen. Angefangen hat die Gymnastikgruppe mit 38 Frauen, sie übt bis heute im Dörpshus.Quelle 18

  11. Der Heimatverein wird gegründet

    Am 4. Januar 1985 gründeten rund 50 Leute im Saal Sürken-Ellerkamp den Heimatverein des Kirchspiels Markhausen, angestoßen von Hans Vogt vom Handels- und Gewerbeverein. Bald zeigte sich, dass jeder Ortsteil seinen eigenen Verein wollte – so entstanden vier Heimatvereine für Augustendorf, Ellerbrock, Markhausen und Neumarkhausen.Quelle 19

Clubheim, Findling, Jubiläum

Aus dem alten Klassenraum wird 1997 das Clubheim, im selben Sommer feiert das Dorf 225 Jahre. Seit 2012 steht ein Findling mit der Jahreszahl 1772 vor dem Dörpshus, 2022 folgt das Jubiläumsjahr zum 250-jährigen Bestehen.

  1. Das Clubheim in der alten Schule

    1996 schlossen die beiden Gaststätten „Waldschänke“ und „Grenzkrug“. Clubs, Schützen und Vereine hatten keine Bleibe mehr. Im Juni 1997 beschloss das Dorf, den alten Klassenraum zum Clubheim umzubauen – mit Spenden und Eigenarbeit war es in kurzer Zeit fertig.Quelle 16

  2. 225 Jahre Neumarkhausen

    Am 12. und 13. Juli 1997 feierte das Dorf sein 225-jähriges Bestehen im Festzelt auf dem alten Schulplatz. Zum Jubiläum erschien eine Dorfchronik mit mehr als 500 Seiten.Quelle 22

  3. Neue Straßennamen

    Weil Straßennamen im Stadtgebiet mehrfach vorkamen, benannte die Stadt 2009/2010 viele Straßen um und griff dabei auf alte Ortsnamen zurück. In Neumarkhausen wurde der Schulweg zu „Hoge Sand“ und die Thüler Straße zu „Töpkes Höhe“.Quelle 32

  4. Sonderpreis für die alte Dorfschule

    Im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bekam der Ortsverein am 17. September 2011 einen Sonderpreis für die beständige Unterhaltung der alten Dorfschule als Gemeinschaftsanlage. Die Kommission würdigte auch die Pflege der denkmalgeschützten Trafostation. Eine Bronzetafel auf einer Stele beim Dörpshus erinnert daran.Quelle 23

  5. Ein Stein für das Gründungsjahr

    2012 holte der Ortsverein einen großen Findling von den Ahlhorner Fischteichen, die Ackeroldies transportierten ihn mit ihren Traktoren. Er steht vor dem Dörpshus und trägt die Inschrift „Neumarkhausen 1772“.Quelle 24

    Großer Findling mit der eingemeißelten Inschrift ‚Neumarkhausen 1772‘.
    Foto aus „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 65
  6. 250 Jahre

    2022 war das Jubiläumsjahr: 250 Jahre Neumarkhausen. Das Dorf hatte da rund 60 Haushalte und 182 Einwohner, nur noch zwei Familien lebten ausschließlich von der Landwirtschaft. Im neuen Baugebiet südlich des Hermannswegs entstand die Franz-Dwertmann-Straße, benannt nach dem langjährigen Dorflehrer.Quelle 25

Woher die Angaben stammen (32)

Alles auf dieser Seite, was Geschichte oder Zahlen betrifft, steht hier mit seiner Quelle.

  1. Ortsverein Neumarkhausen e. V. (Hrsg.): „250 Jahre Neumarkhausen. Dorf- und Familienchronik“, 2023, S. 17, 20–22, 84 und 257 Zurück zur Stelle im Text
  2. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 22 Zurück zur Stelle im Text
  3. Willoh, Karl (Hrsg.): Geschichte der katholischen Pfarreien im Herzogtum Oldenburg, Bd. 5: Die Pfarren Garrel, Lastrup, Lindern, Löningen, Markhausen, Molbergen, Neuscharrel, Ramsloh, Scharrel, Strücklingen, Köln: J. P. Bachem, [1898], S. 305 Zurück zur Stelle im Text
  4. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 40–42 Zurück zur Stelle im Text
  5. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 42 und 248 Zurück zur Stelle im Text
  6. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 43 Zurück zur Stelle im Text
  7. „Willoh, Bd. 5 [1898]“, S. 305 und 337 Zurück zur Stelle im Text
  8. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 245–246 Zurück zur Stelle im Text
  9. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 36–39 Zurück zur Stelle im Text
  10. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 44, 48 und 51 Zurück zur Stelle im Text
  11. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 44 Zurück zur Stelle im Text
  12. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 24–26 Zurück zur Stelle im Text
  13. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 44–45 Zurück zur Stelle im Text
  14. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 49 und 58–59 Zurück zur Stelle im Text
  15. Stadt Friesoythe, „Aus der Geschichte“, abgerufen am 23.09.2026 Zurück zur Stelle im Text
  16. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 45 und 56–57 Zurück zur Stelle im Text
  17. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 142 Zurück zur Stelle im Text
  18. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 174 Zurück zur Stelle im Text
  19. Heimatverein des Kirchspiels Markhausen e. V. (Hrsg.): Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum, S. 15–16 (Beitrag Josef Trenkamp) Zurück zur Stelle im Text
  20. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 207–208 Zurück zur Stelle im Text
  21. „Chronik Neumarkhausen 2023“, Besonderheit „Zwei Missionare aus einer Familie“ Zurück zur Stelle im Text
  22. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 17–18 Zurück zur Stelle im Text
  23. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 75–79 Zurück zur Stelle im Text
  24. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 65 und 79 Zurück zur Stelle im Text
  25. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 23, 46–47, 84 und 88 Zurück zur Stelle im Text
  26. Stadt Friesoythe, Einwohnerzahlen zum 31.12.2025 Zurück zur Stelle im Text
  27. Ortsverein Augustendorf e. V. (Hrsg.): „200 Jahre Ortschaft Augustendorf 1816–2016“, S. 24 und 29 Zurück zur Stelle im Text
  28. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 40–42 (Beitrag „Die Schule“) Zurück zur Stelle im Text
  29. „Festschrift Heimatverein Markhausen“, S. 13 (Zeittafel, zusammengestellt von Josef Trenkamp) Zurück zur Stelle im Text
  30. „Willoh, Bd. 5 [1898]“, S. 337 Zurück zur Stelle im Text
  31. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 23 Zurück zur Stelle im Text
  32. „Chronik Neumarkhausen 2023“, S. 87 Zurück zur Stelle im Text

Stadt, Landkreis und Region

Markhausen ist eine Ortschaft der Stadt Friesoythe im Landkreis Cloppenburg, mitten im Oldenburger Münsterland. Kirchlich gehört das Kirchspiel seit 2008 zur Pfarrei St. Marien Friesoythe.