Markhausen
Mittelpunkt des Kirchspiels: Hier stehen die Kirche, die Grundschule und die Häuser, in denen die meisten Vereine zu Hause sind.
6 Kapitel · 41 belegte Begevenheiten
Chronik

De veer Dörper sünd to ganz verschedene Tieden entstahn. Jeed hett dorüm sien egen Chronik, indeelt in Kapitels; hier staht de Wegen dor rin.
Mittelpunkt des Kirchspiels: Hier stehen die Kirche, die Grundschule und die Häuser, in denen die meisten Vereine zu Hause sind.
6 Kapitel · 41 belegte Begevenheiten
Ein Moordorf, das sich seinen Namen selbst ausgesucht hat – und der Findling mitten darin gab dem Dorfhaus den seinen.
4 Kapitel · 26 belegte Begevenheiten
Ein Name, zwei Orte: das Gut an der Marka und die Kolonie im Moor.
4 Kapitel · 46 belegte Begevenheiten
Der kleinste der vier Ortsteile, bodenständig und naturnah – das Dörpshus ist der Ort, an dem hier alles zusammenkommt.
4 Kapitel · 27 belegte Begevenheiten
Wat dat ganze Kaspel angeiht – vun de eersten Sedlers över de Mark un de Kark bet to de Ingemeenden. Öllste toeerst, jeed Begevenheit mit ehr Born. Wat en enkelt Dörp angeiht, steiht in sien egen Chronik.
Willoh schreev 1898, dat Pfarr un Gemeen Markhusen sik deckten. To dat Karkdörp höörten Ellerbrok un Heetberg, dorto kemen de Buurschoppen Neumarkhusen un Augustendorf. Augustendorf, Ellerbrok, Neumarkhusen un Heetberg nöömde he utdrücklich nee Gründungen. De öllste Ansiedlung weer dat Dörp Markhusen.Born 1
Dat verklaart, worüm de Ortschop vundaag so utsüht, as se utsüht: en olen Kern an de Marka un dree Dörper, de later dorto kemen, jedeen ut en annern Anlass: en Goot an'n Fluss, en Ansiedlung op'n Krummen Barg, en Heidkolonie un en Moorkolonie.
Dat hier veel fröher al Minschen leevt hebbt, wiest dat Großsteingrab Bischofsbrück, Urnenfunnen an'n Hoff Luker un Flurnaams as „Hoher Stein“. Nauer dateert warrt de Funnen in de Vereenschronik nich.Born 2
Heid, Moor un Weid höörten de ool-ansetten Buern gemeensam. Dat nööm een de Mark. Hüerlüüd, Brinksitters un Peerkötters harrn dor keen Recht an. Üm 1500 kemen all Marken ünner de Opsicht vun'n Landesherrn, de en Drüddel för sik verlangt hett.Born 3
Wokeen de Mark tohöör, entscheed dorüver, wokeen hier sedeln kunn. De dree nee Gründungen sünd all op Flääch entstahn, üm de vörher sträden wurr.
De Preester, de to de Tied vun de Reformatschoon in Markhusen in'n Amt weer, snack de Protestantismus dat Woort un muss gahn. Dorna weer de Kark verwaist. Bloots veermal in't Jahr hollen Preesters vun buten Gottesdeenst; de Pfarrgemeen weer to arm, üm en egen to ernähren.Born 4
Al 1623 bröchen Markhuser Familien ehr Hab un Goot in't Saterland, üm 1637 keem en twete grote Fluchtwell. De Kark bleev lang tosloten. Wat de Dörtigjahrige Krieg kost hett, lett sik an de Peer aflesen: 1606 geev dat in'n Oort 14 Höff mit Peer, 1674/75 noch fief.Born 5Born 6
1651 muss de Pastor ut Molbergen Markhusen mit versorgen. De Markhusers weern lang flücht un eerst en poor Jahren vörher torüchkamen. De öllsten Karkenböker, de dat noch gifft, fangt 1679 an – un hebbt Lücken. Wokeen Familien vördem söcht, finnt dor nix.Born 7Born 5Born 8
Ab wannehr dat in't Kaspel en Vogt geev, seggt de Bornen verschieden. Dat Ellerbrocker Dörpsbook lett dat Amt 1585 bi de Familie Dumstorf anfangen. De Markhuser Fastschrift höllt dorgegen, 1585 weer bloots de Karkenkötteree an Dumstorf verpandt worrn; en Fron an de Spitz harr dat eerst ab 1706 geven. Willoh nöömt för 1585 Gerd Dummestorf un Benecke Stammermann in'n Tosamenhang mit dat Karkenvermögen un verteekent en Rückerwerbung to'n 1. Mai 1712, ahne dorbi en Dumstorf to nöömen. Dat passt eher to de Fastschrift.Born 9Born 10Born 11
1701 wurrn de Weiden vun de engere Mark in 19 Andeelen opdeelt, an dat Pastorat un de olen Höff, de „Olden Achteiner“.Born 12
1762 ordneer de fürstbischöfliche Regeren in Münster an, de Marken optodeelen, dormit mehr Land bewirtschaft wurr. De Buern hollen an dat ole Gewohnheitsrecht fast un hebbt dat nich beacht. En twete Anloop 1791 is ok scheitert.Born 13
1771 erleet Maximilian Friedrich en Edikt gegen de Sandwehen; ab 1786 wurrn Wehsandflääch fastleggt un opforst. 1803 trett mit de Säkularisatschoon de Hertog vun Ollnborg an de Steed vun'n Fürstbischof vun Münster. De herrschaftlichen Sandflääch hett Ollnborg för de Forstwirtschaft torüchhollen. Passeert is dormit jahrteihntelang nix.Born 12Born 14
1848 tellde de Kaspelvogt in de Gemeen 126 Huusholen. De mehrsten Familien harrn keen Recht an de Mark – bloots 22 Steden gellen ursprünglich as vull berechtigt. Eerst 1875 föhr de ollnborgsche Regeren de Markendeelen dör. Kört vörher schüllt hier noch över 8.000 Schaap hollen worrn wesen. Dat Ellerbrocker Dörpsbook nöömt för de Deelen 1876.Born 13Born 15Born 12
1814 keem dat Kaspel vun'n Amt Cloppenburg to dat nee bildte Amt Friesoythe. Mit de Landgemeindeordnung vun 1831 wurr dat en politische Gemeen.Born 16
1848 entstünn de lütte Ortschop Heetberg, de Willoh 1898 to't Karkdörp tellde. 1948 wurr se na Neuscharrel ümpfarrt – begrünnt mit de Gemeengrenzen un dormit, dat de mehrsten Heetberger ohnehin dor to Kark güngen.Born 12Born 1Born 4
Willoh beschreev dat Kaspel 1898 as afsiets: keen Isenbahn, keen Chaussee, bloots de nee Straat Friesoythe–Neuarenberg streif dat Gebeed. De Grund weer mager, 73 Prozent noch Ödland. Staat un Arenberg'sche Verwaltung hebbt Wold anplant, ok gegen de Nachtfröst, de den Roggen verdorven.Born 17
Vun 1933 bet 1948 höör de Gemeen Markhusen to de Grootgemeen Friesoythe. Dorna weer se noch eenmal bet 1974 sülvstännig. To'n 1. März 1974 wurr se Deel vun de Stadt Friesoythe, tosamen mit Altenoythe, Neuscharrel, Gehlenberg un Neuvrees. Dat Kaspel bleev, de politische Gemeen höör op.Born 18Born 19
Nach der Vereinschronik zeugen das Großsteingrab Bischofsbrück, Urnenfunde am Hof Luker und alte Flurnamen wie „Hoher Stein“ von früher Besiedlung. Genauer datiert werden die Funde dort nicht.Born 24
Heide, Moor und Weide gehörten den alteingesessenen Bauern gemeinsam, das nannte man die Mark. Heuerleute, Brinksitter und Pferdekötter hatten daran kein Recht. Um 1500 kamen alle Marken unter die Aufsicht des Landesherrn, der ein Drittel für sich beanspruchte.Born 3
Der Priester, der in Markhausen zur Zeit der Reformation im Amt war, redete dem Protestantismus das Wort und musste gehen. Danach war die Kirche verwaist: Nur viermal im Jahr hielten auswärtige Priester Gottesdienst. Die Pfarrgemeinde war zu arm, um einen eigenen zu ernähren.Born 4
Das Amt des landesherrlichen Vogts im Kirchspiel lag von 1585 bis um 1780 bei der Familie Dumstorf. Dagegen steht, dass 1585 nur die Kirchenkötterei an Dumstorf verpfändet wurde und es einen Fron oder Vogt an der Spitze des Kirchspiels erst ab 1706 gab. Für 1585 sind Gerd Dummestorf und Benecke Stammermann im Zusammenhang mit dem Kirchenvermögen genannt; eine Rückerwerbung für 142 Reichstaler ist zum 1. Mai 1712 verzeichnet, ohne dabei einen Dumstorf zu nennen.Born 25Born 26Born 27
Schon 1623 brachten Markhauser Familien ihre Habe ins Saterland, um 1637 kam eine zweite große Fluchtwelle. Die Kirche blieb lange geschlossen, Gottesdienst gab es nur noch wenige Male im Jahr.Born 5
Ein Visitator beschrieb Markhausen als Grenzort, wichtig für den Handelsweg aus Friesland. Dass damit die Anlegestelle Ellerbrock gemeint war, ist eine Deutung des Historikers Willoh, keine Aussage der Quelle.Born 29
1606 gab es im Ort 14 Höfe mit Pferden, 1674/75 nur noch fünf.Born 24
Die ältesten erhaltenen Kirchenbücher Markhausens beginnen 1679 – und haben Lücken. Wer Familien davor sucht, findet dort nichts.Born 8
Die Weiden der engeren Mark wurden in 19 Anteile aufgeteilt – an das Pastorat und die alten Höfe, die „Olden Achteiner“.Born 30
Die fürstbischöfliche Regierung in Münster ordnete an, die Marken aufzuteilen, damit mehr Land bewirtschaftet wird. Die Bauern hielten am alten Gewohnheitsrecht fest und ignorierten das. Ein zweiter Anlauf 1791 scheiterte ebenfalls.Born 31
Mit der Säkularisation trat der Herzog von Oldenburg an die Stelle des Fürstbischofs von Münster. Die herrschaftlichen Sandflächen hielt Oldenburg für die Forstwirtschaft zurück. Passiert ist damit aber jahrzehntelang nichts.Born 32
1814 kam das Kirchspiel Markhausen vom Amt Cloppenburg zum neu gebildeten Amt Friesoythe. Mit der Landgemeindeordnung von 1831 wurde es eine politische Gemeinde.Born 25
Ein Bericht des Kirchspielsvogts zählte in der Gemeinde Markhausen 126 Haushaltungen. Die meisten Familien hatten kein Recht an der Mark – nur 22 Stellen galten ursprünglich als voll berechtigt.Born 31
1898 lag das Kirchspiel abgelegen: keine Eisenbahn, keine Chaussee, nur die neue Straße Friesoythe–Neuarenberg streifte das Gemeindegebiet. Der Boden war mager, 73 Prozent noch Ödland; Staat und Arenberg'sche Verwaltung forsteten auf, auch gegen die Nachtfröste, die den Roggen verdarben.Born 17
Von 1933 bis 1948 gehörte die Gemeinde Markhausen zur Großgemeinde Friesoythe. Danach war sie noch einmal bis 1974 selbständig.Born 34
Am 4. November 1936 verfügte Julius Pauly, oldenburgischer Minister für Kirchen und Schulen, religiöse Zeichen aus allen öffentlichen Gebäuden zu entfernen – auch die Kreuze aus den Schulen. Vollzogen sein sollte die Anordnung bis zum 15. Dezember 1936. Im katholischen Oldenburger Münsterland traf sie auf sofortigen Widerspruch.Born 35Born 36Born 37Born 38
Am 25. November 1936 kam Gauleiter Carl Röver in die Münsterlandhalle nach Cloppenburg. Vor der aufgebrachten Menge nahm er den Kreuzerlass zurück; die Kreuze blieben in den Schulen. Der Kreuzkampf gilt als einer der wenigen öffentlichen Proteste im Dritten Reich, die Erfolg hatten.Born 35Born 36
Der Wohnplatz Heetberg wurde am 7. Januar 1948 von Markhausen nach Neuscharrel umgepfarrt. Begründet wurde das mit den Gemeindegrenzen und damit, dass die meisten Heetberger ohnehin dort zur Kirche gingen.Born 4
Wenn du en Jahrtall mit Born hest – ut en Chronik, en Fastschrift, en Archiv –, schriev uns. Am leevsten mit den Titel vun’t Book un de Siet, dormit sik de Angaav belegen lett.

Wo de enkelten Geschichten utföhrlicher staht.
Markhusen is en Ortschop vun de Stadt Friesoythe in'n Landkreis Cloppenburg, midden in'n Ollnborger Münsterland. Karklich höört dat Kaspel siet 2008 to de Pfarrei St. Marien Friesoythe.
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